Geänderte Verwaltungsauffassung zur Umkehrung der Steuerschuldnerschaft bei Bauträgergeschäften

Bauträger, die Grundstücke bebauen und dann im eigenen Namen veräußern, sind nicht Steuerschuldner für die bezogenen Bauleistungen. Denn Bauträger erbringen mit der Bebauung und Veräußerung von Grundstücken Grundstückslieferungen und keine Werklieferungen und damit auch keine Bauleistungen.

Des Weiteren kommt der Übergang der Steuerschuldnerschaft nicht zur Anwendung, wenn der Unternehmer die bezogene Bauleistung z. B. für Vermietungsumsätze verwendet.

Ist ein Unternehmer als Bauträger und auch als Generalunternehmer tätig, schuldet er für die bezogenen Bauleistungen nur dann die Steuer nach § 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG, wenn er die bezogene Bauleistung für eine Bauleistung als Generalunternehmer verwendet.

Diese neue Rechtsauffassung wurde mit dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 5.2.2014 festgelegt. Bei Umsätzen die vor dem Tag der Veröffentlichung ausgeführt wurden, besteht keine Verpflichtung zur Rechnungsberichtigung.

Unsere Empfehlung: Holen Sie bei jeder Bauleistung die Versicherung des Leistungsempfängers ein, dass die Leistung als Bauleistung weiterverwendet wird und lassen Sie sich für diese Leistungen jeweils eine Freistellungsbescheinigung für umsatzsteuerliche Zwecke vorlegen.

Stand: März 2014